Experiment-Datenbank und Arbeitsblätter

Die Ansicht für unsere Experiment-Liste hat sich geändert. Über den Experimente-Link oben kommt man nun auf eine Datenbank mit Experimenten, die ihr nun vor allem auch danach filtern könnt, welche Materialien dafür schon verfügbar sind.

Das ist zugleich auch die zweite Neuigkeit. Eine Option ist hier Experimente mit Schulmaterialien aufzulisten. Das bisher nur vereinzelte Arbeitsblätter, aber wir werden mit der Zeit mehr entwickeln. Außerdem nehmen wir auch gerne Arbeitsblätter oder Ähnliches auf, die wir nicht selbst erstellt haben. Die einzige Bedingung ist, dass das jeweilige Arbeitsblatt einer Creative Commons-Lizenz unterliegt, die diese Verwendung zulässt und dass diese Lizenz deutlich erkennbar ist. Arbeitsblätter gerne einfach per Mail an uns schicken.

Gemeinschaftliches Messen von Pendelfrequenzen

Als Teil einer freiwilligen Aufgabe haben wir unsere Studierenden gebeten, ein Pendel zu bauen, dessen Frequenz mit phyphox zu messen und die Ergebnisse in einem Webformular zu übermitteln. Ich habe mir gerade die Daten angesehen und bin begeistert, denn die Ergebnisse sind einfach großartig:

Ich musste lediglich ein paar offensichtliche Fälle korrigieren, in denen Studierende die falschen Einheiten verwendet haben (nein, keiner hat ein 69m-Pendel gebaut).

Die Studierenden kannten nicht einmal die mathematischen Grundlagen für Schwingungen. Statt dessen werde ich das Thema in der morgigen Vorlesung einführen und ihre eigenen Daten verwenden, um das Ergebnis für die Frequenz des Pendels zu bestätigen:
f = \frac{\omega}{2\pi} = \frac{1}{2\pi}\sqrt{\frac{g}{l}}

Honigschleuder

Einer unserer Nutzer, Christian, wollte herausfinden, wie groß die Zentripetalkraft (bzw. Zentrifugalkraft, je nach Bezugssystem) in seiner Honigschleuder ist. Im Grunde ist das eine große Zentrifuge, in die Honigwaben eingesetzt werden, um über die Fliehkraft den Honig zu extrahieren, aber im Gegensatz zu unserem Experiment in der Salatschleuder, konnte er die Beschleunigung nicht direkt messen, da diese den Messbereich seines Smartphones überstieg. Also hat er statt dessen sein Smartphone an der Kurbel der Zentrifuge befestigt und ein eigenes phyphox-Experiment erstellt, welches das Gyroskop nutzt, um die Drehgeschwindigkeit der Kurbel zu ermitteln. Hieraus berechnet sein Experiment dann die Geschwindigkeit der Zentrifuge sowie die auftretenden Kräfte unter Berücksichtigung der Übersetzung der Kurbel und des Radius, bei welchem die Honigwaben eingesetzt werden. Wenn euch dieses Experiment interessiert, könnt ihr es über diesen Link direkt in phyphox öffnen oder über diesen Link die phyphox-Datei herunter laden, welche das Experiment definiert.

Vielen Dank an Christian, dass er diese ungewöhnliche Anwendung mit uns geteilt hat.