Fernsteuerung

Phyphox kann von jedem Gerät ferngesteuert werden, das sich im gleichen Netzwerk befindet wie das Smartphone und das über einen modernen Webbrowser verfügt. Auf dieser Seite wird erklärt, wie das funktioniert. Du kannst dir entweder das Video anschauen oder die ausführliche Beschreibung darunter.

1. Netzwerk

Was bedeutet es, im gleichen Netwerk zu sein? Zwei typische Beispiele für Netzwerke sind die mobile Datenverbindung des Handys (z.B. LTE) und WLAN. Man könnte auch über ein USB-Kabel oder per Bluetooth ein Netzwerk einrichten, aber das ist eher erfahreneren Usern zu empfehlen. Und da man sich für gewöhnlich nicht direkt mit einem anderen Handy durch das mobile Netz verbinden kann, reden wir auf dieser Seite nur über WLAN.

Im gleichen Netzwerk zu sein, bedeutet nun vor allem, dass das Smartphone und das zweite Gerät direkt miteinander durch dieses WLAN kommunizieren können. Ein offensichtliches Beispiel ist, dass beide Geräte mit dem gleichen WLAN verbunden sind, beispielsweise wenn du phyphox zu Hause ausprobierst und sowohl dein Handy als auch dein Notebook eh mit deinem privaten WLAN verbunden sind. In dem Fall sollte es direkt funktionieren und du kannst zum nächsten Punkt springen, aber wenn du in einem öffentlichen WLAN bist (z.B. an einer Uni), solltest du auf jeden Fall weiter lesen…

Viele eher professionelle WLANs erlauben nicht, dass die verbundenen Geräte direkt miteinander kommunizieren oder sie verteilen die Geräte aus technischen Gründen auf verschiedene Subnetze. In dem Fall funktioniert es einen Tag und an einem anderen plötzlich nicht mehr, weil den Geräten unterschiedliche Subnetze zugeordnet wurden. Außerdem solltest du ein öffentliches Netz auch dann nicht verwenden, wenn es funktioniert, denn jeder Studierende im Netzwerk kann ebenso auf das Experiment zugreifen und es durcheinander bringen.

Unsere Empfehlung:  Die wohl sicherste Lösung außerhalb des eigenen WLANs befindet – und meistens auch die schnellste – ist der mobile Hotspot deines Smartphones. Nahezu jedes moderne Smartphone hat diese Funktion, welche dazu gedacht ist, die Internetverbindung des Handys mit einem anderen Gerät zu teilen. Mit dieser Funktion verhält sich dein Smartphone wie ein WLAN Router und dein anderes Gerät kann sich damit verbinden wie mit jedem anderen WLAN. Wenn du ein Passwort festlegst, ist die Verbindung verschlüsselt und da die Verbindung direkt zwischen beiden Geräten besteht, ist sie auch so schnell wie es mit WLAN möglich ist.

Wenn du nicht weißt, wie man den mobilen Hotspot auf deinem Handy aktiviert, solltest du eine Suchmaschine (Google, Bing, usw.) benutzen und nach “Mobiler Hotspot” und deinem Handy-Modell suchen. In der Regel finden sich gleich mehrere Anleitungen…

Eine kleine Warnung: Der eigentliche Sinn der Hotspot-Funktion ist es, die Datenverbindung des Smartphones mit einem anderen Gerät zu teilen. Normalerweise ist das auch in Ordnung, aber du solltest aufpassen, dass z.B. ein Notebook nicht dein gesamtes Datenvolumen aufbraucht, weil es beim Experimentieren versucht, ein Windows-Update von 1GB herunter zu laden. Phyphox benutzt deine Datenverbindung nicht, aber die Software auf dem Zweitgerät könnte recht viel verbrauchen. Unter Android kannst du dich absichern, indem du die mobile Datenverbindung einfach ausschaltest, aber leider erlaubt Apple auf seinen iPhones nicht, die Hotspot-Funktion zu nutzen, wenn keine Datenverbindung besteht. Das bedeutet auch, dass du den Hotspot auch im Ausland nicht nutzen kannst, solange du keinen Vertrag mit Daten-Roaming hast.

2. Webbrowser

Der Teil sollte leicht sein. Das zweite Gerät brauch einen aktuellen Browser. Typische Beispiele, mit denen phyphox getestet wurde, sind Firefox, Chrome, Internet Explorer und Safari. Bei Problemen solltest du sicherstellen, dass du wirklich die neuste Version benutzt. Die meisten anderen Browser sollten auch funktionieren, solange sie aktuelle Standards unterstützen (HTML5 und CSS3, Javascript muss aktiviert sein).

3. Die Verbindung herstellen

Deine Smartphone ist im gleichen Netzwerk wie das andere Gerät mit dem Browser (z.B. dein Notebook)? Dann öffne ein Experiment in phyphox auf dem Handy und wähle “Fernzugriff erlauben” aus dem Menü (in der Regel oben rechts oder bei älteren Androids über den Menü-Knopf). Bestätige die Sicherheitswarnung und am unteren Ende des Bildschirms wird eine Nachricht erscheinen, die eine etwas kryptische Adresse anzeigt, z.B. http://192.168.43.1:8080.

Nun öffnet den Browser auf dem anderen Gerät und tippe genau diese Adresse in die Adresszeile des Browsers. Du solltest das Experiment nun im Browser zu sehen bekommen. Dort kannst du es nun steuern und die Daten direkt dort herunterladen.

(Manchmal zeigt phyphox mehrere Adressen. Das kann passieren wenn das Handy mit mehreren Netzwerken, also z.B. mobiles Internet und WLAN Hotspot, verbunden ist. In dem Fall probiere einfach beide aus – eine davon sollte funktionieren.)