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Version 1.0.7 (GPS, Experiment-Zustand speichern, …)

Auch wenn wir bereits an den größeren Neuerungen wie zoombaren Graphen arbeiten, haben wir uns entschieden zuvor noch eine kleinere Version herauszubringen mit ein paar netten neuen Funktionen.

Changelog

Und wie zuvor folgen hier nun alle Änderungen für diejenigen, die es genau wissen wollen oder die keine Videos mögen…

Änderungen für Android und iOS

  • Speichere oder teile den Zustand des Experiments inklusive der aufgenommenen Daten – sogar über Betriebssysteme hinweg.
  • GPS wird unterstützt.
  • Audio Autokorrelation und Spektrum zeigen nun die entsprechenden Musiknoten.
  • Man kann verschiedene Anzahl von Samples wählen beim Audio-Spektrum.
  • Neue Experimente: Beschleunigungs- und Magnet-Spektrum.
  • Das Zeitintervall des Audio-Oszilloskops ist nun einstellbar.
  • Verbesserter Algorithmus für die Audio-Autokorrelation.
  • Die Audio Amplitude kann nun kalibriert werden und gibt den Schalldruckpegel in dB aus.
  • Der Startbildschirm enthält nun das Logo der RWTH.
  • Das Magnetometer gibt seine Genauigkeit an.
  • Die Löschen-Funktion wurde als Taste in die Aktionsleiste verschoben.
  • Kleine Verbesserungen für TalkBack / VoiceOver indem unbeschriftete Tasten benannt wurden.
  • Die Puffer für die akustische Stoppuhr und den inelastischen Stoß wurden vergrößert, was auf langsameren Geräten helfen könnte.

Änderungen für Android

  • Fix: Absturz unter Android 7.1 und Android O wenn nicht-3D-Sensoren wie der Helligkeitssensor oder der Drucksensor ausgelesen wurden.
  • Fix: Absturz wenn das Bild gedreht wurde während der Hinweis auf die Beschreibung erscheint.
  • Fix: Absturz bei fehlerhaften Icons im Hauptmenü.

Änderungen für iOS

  • Fix: Absturz bei schneller Abfolge von Fourier-Transformationen.
  • Der Code wurde auf Swift 3 konvertiert. Idealerweise sollte man davon nichts merken. Idealerweise.
  • Die alte, nicht mehr aktualisierte Sound-Engine wurde ersetzt.
  • Fix: VoiceOver funktionierte nicht wenn phyphox mit Audio arbeitet.
  • RWTH-Logo im Credits-Dialog ergänzt.

Dateiformat-Änderungen (Version 1.5)

  • Puffer können nun mit einer Liste von Werten initialisiert werden.
  • Werte-Bereiche können nun Texten zugeordnet werden, die im Value-Element statt dessen angezeigt werden.
  • Es gibt nun einen Genauigkeitskanal (zunächst nur beim Magnetometer).
  • Die Sleep-Zeit des Analysis-Durchlaufs kann nun dynamisch gesetzt werden.
  • Neue Analysis-Module: round und log.
  • Fix: Startwert des subrange-Moduls wird nun korrekt verwendet.
  • Fix unter Android: Das FFT-Modul nutzt nun die tatsächliche Anzahl der Werte statt der Größe des Puffers.
  • Fix unter iOS: Button-Element konnte keine Puffer als Eingang nutzen.

Der Editor und das Wiki werden in den kommenden Stunden ebenso aktualisiert.

Hyterese-Kurven eines Eisen-Kerns

Christoph Holz von der Westfälische Wilhelms-Universität Münster hat ein faszinierendes neues Experiment in unserem Wiki hinterlegt: Hysteresis curve of an iron core.

Er hat hierzu ein phyphox-Experiment angelegt, welches es erlaubt, die Hysterese-Kurve einer Spule mit Eisenkern über das Magnetometer des Smartphones aufzuzeichnen. Um die Messung als Funktion des Stroms durch diese Spule darstellen zu können, hat er einen einfachen Trick verwendet, der sicher auch für andere Experimente nützlich werden kann – Eine zweite Spule ohne Kern erzeugt ein Feld entlang einer anderen Achse des Magnetometers, welches dann proportional zum Strom im gemeinsamen Kreis ist.

Dies ist der erste ausführliche Beitrag zu unserem Wiki und genau das, was wir uns für das Wiki erhofft haben. Wenn du auch ein Expereiment hast, welches du hier vorstellen möchtest, erstelle einfach einen Benutzer-Account und beginne damit, deinen Artikel/dein Experiment/deine Anmerkung zu erstellen. Selbst wenn es nur ein kleiner Beitrag ist, freuen wir uns sehr darüber.

phyphox besucht die USA

Auf dem AAPT Summer Meeting vom 22. Juli bis zum 26. Juli wird es einen Kurzvortrag und ein Poster zu phyphox geben. Wenn ihr mich dort treffen und ausführlich über Smartphone-Experimente sprechen wollt, treffe ich euch gerne auch außerhalb der Poster-Session (die wahrscheinlich kurz und voll wird) – schreibt mir einfach eine Mail (kuhlen@physik.rwth-aachen.de).

Die Geschwindigkeit eines Reifens


Wir haben einen Artikel in “Physik in unserer Zeit” veröffentlicht, in welchem phyphox vorgestellt wird. Dabei zeigen wir die Möglichkeiten, eigene Experimente zu erstellen und diese mit einem zweiten Gerät zu überwachen. Dies demonstrieren wir wiederum anhand eines Experiments, in welchem das Smartphone im Rand eines Reifens steckt, der einen Hügel herab rollt. Dabei kann phyphox selbständig den Radius des Reifens bestimmen und die Geschwindigkeit anzeigen (ähnlich dem Experiment Rolle, welches in phyphox integriert ist).

Physik in unserer Zeit 48, 148-149 (2017)

Wenn ihr das Experiment aus dem Artikel selbst ausprobieren möchtet, könnt ihr es entweder direkt in phyphox öffnen oder es herunterladen. Das Experiment erwartet, dass sich das Smartphone möglichst außen im Reifen befindet und um die x-Achse rotiert.

MNU-Bundeskongress

Vielen Dank an die Organisatoren des MNU-Bundeskongresses und an alle, die unseren Vortrag, den Stand und den Workshop besucht haben! Es war zwar recht stressig, jedes Experiment für jeden Teil vorzubereiten, aber die vielen positiven Reaktionen waren es absolut wert. Vielen Dank für den Spaß, den wir dabei hatten!

Walnut-Angriff mit phyphox

Dies ist ein etwas ungewöhnlicheres Experiment: Vor etwas mehr als einer Woche hat die SPQR-Gruppe der Universität Michigan demonstriert, dass es möglich ist, die Messwerte des Beschleunigungssensors mit Tönen bei der Resonanzfrequenz des Sensors zu manipulieren (Originalveröffentlichung). Sie bezeichneten dies als Walnut-Angriff.

Dieses phyphox-Experiment erzeugt nun Sinustöne über den Lautsprecher und fährt diese langsam von 200 Hz bis 20000 Hz durch, während die Daten des Sensors überwacht werden. Du kannst das Handy an einen stabilen Ort legen, das Experiment starten und auf das Ergebnis warten. Wenn dein Sensor für diese Manipulation anfällig ist, sollten deutliche Resonanzen sichtbar sein, wie in diesem Beispiel auf einem iPhone 6s.

Man kann deutlich sehen, wie die Messwerte des Beschleunigungssensors für manche Frequenzen abweichen, obwohl das Handy ruht.

Wenn dein Handy nicht dafür anfällig ist, sollte auch keine nennenswerte Abweichung auftreten, wie bei diesem Nexus 5X.

Wenn du es selbst ausprobieren möchtest, öffne einfach diesen Link auf einem Smartphone, auf dem auch phyphox installiert ist:
Walnut-Resonanz-Experiment

Übrigens: Auch wenn dein Handy eine Resonanz zeigt, brauchst du dir keine großen Sorgen zu machen. Der schlimmste Angriff mit dieser Methode kann lediglich deine Fitness-App dazu bringen, mehr Schritte zu zählen als du wirklich gemacht hast…