PhoneLabs Starter-Kit

Vor ein paar Wochen habe ich ein Päckchen von der anderen Seite der Welt erhalten:

Die Leute von PhoneLabs haben mir eines ihrer Starter-Kits geschickt, damit ich damit ein wenig herumspielen kann. Das ist ein Satz von Teilen, die aus dem 3D-Drucker stammen sowie ein paar Schrauben und eine Stange, was zusammen einen simplen Aufbau für Smartphone-Experimente ergibt.

Das einzige, was man (abgesehen vom Smartphone) noch hinzufügen muss ist ein Lineal. Leider waren alle Lineale, die ich getestet habe zu breit oder einfach zu kurz, so dass ich statt dessen auf einen Zollstock ausweichen musste, was nicht ideal ist, da der zusammengefaltete Teil auf einer Seite doch etwas im Weg ist. Aber auch so funktionierte das Ganze recht gut.

Wie ihr im Video sehen könnt, habe ich mich entschieden, unser Zentripetalbeschleunigungs-Experiment auszuprobieren und das ganze mit unserem Fernzugriff von einem Notebook zu überwachen. Wenn ihr das noch nicht kennt, folgt hier ein Video dazu – allerdings mit einer Salatschleuder, die das Smartphone rotieren lässt:

Der Vorteil des Aufbaus aus dem 3D-Drucker gegenüber der Salatschleuder ist, dass man den Radius der Kreisbewegung ändern kann. Ich habe das Experiment einfach dreimal für verschiedene Radien wiederholt und es zwischendurch jeweils pausiert und wieder fortgesetzt. Hier seht ihr das Ergebnis (als Screenshot aus dem Fernzugriff) nach drei Wiederholungen:

Man kann die drei verschiedenen Steigungen leicht erkennen und vergleichen. Sie alle folgen recht genau der erwarteten Abhängigkeit vom Radius und der Winkelgeschwindigkeit a_{\mathrm{c}}=r\omega^2 .

PhoneLabs bietet übrigens auch eigene Apps für solche Messungen an. Diese bieten zwar keine Funktionen wie den Fernzugriff, sind aber dadurch ungewöhnlich und innovativ, dass man nichts auf dem Smartphone installieren muss. Diese Apps laufen einfach im Browser des Smartphones und können auch von dort auf manche der Sensoren zugreifen.

Fortbildung für Hochschulen in Aachen und weitere Events

Am 8.9.2017 wird es in Aachen einen großen Workshop zum Einsatz von phyphox an Hochschulen geben. Hier wird alles besprochen, was für Hochschullehrer interessant sein könnte, von Demonstrationsversuchen in der Vorlesung bis hin zum Einsatz im Übungsbetrieb – mit Beispielen und Erfahrungen aus den Experimentalphysik-Vorlesungen an der RWTH Aachen. Weitere Informationen gibt es hier.

Außerdem möchte ich hier gleich auch ankündigen, dass noch viele Events folgen. Nach dem großartigen AAPT Summer Meeting in Cincinnati (daher stammt das Foto oben), plane ich auch am Winter Meeting in San Diego teilzunehmen, welches vom 6. bis 9. Januar 2018 stattfinden wird. Da ich aber noch Abstracts einreichen und Flüge buchen muss, ist das noch nicht ganz fest.

Darüber hinaus gibt es noch vier feste öffentliche Veranstaltungen in Deutschland und ein paar weitere geplante, bei denen ich nur auf die Ankündigung des Veranstalters warte, bevor ich sie hier ebenfalls ankündigen kann.