Neue Veröffentlichung „Real-time camera experiments with phyphox“

Unsere neueste Veröffentlichung „Real-time camera experiments with phyphox“ ist im IOP-Journal „Physics Education“ erschienen.

In diesem Artikel stellen wir unsere neuen Videofunktionen vor. Die meisten Smartphone-Experimente funktionieren bisher auf eine von zwei Arten: entweder durch das Darstellen von Sensordaten in Echtzeit oder durch die nachträgliche Analyse von Videoaufnahmen. Unsere neue Funktion verbindet nun beide Ansätze, indem sie Echtzeit-Experimente direkt über die Smartphone-Kamera ermöglicht.

Nutzer:innen können ihre Kamera einfach auf ein Experiment richten, einen Bildbereich auswählen und sofort Eigenschaften wie Helligkeit, relative Leuchtdichte oder Farbwerte auf Basis des HSV-Farbmodells (Farbton, Sättigung und Helligkeitswert) verfolgen. Mit Bildraten von bis zu 240 Bildern pro Sekunde lassen sich schnelle Prozesse mit beeindruckender zeitlicher Präzision erfassen.

Da die Kameradaten direkt in die flexiblen Analysewerkzeuge von phyphox eingebunden werden, können Nutzer:innen eine Vielzahl von Experimentkonfigurationen erstellen und individuell anpassen. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten für Messungen über große Entfernungen, verbesserte Datenauswertungen bei vorhandenen klassischen Experimenten sowie hochpräzise Zeitmessungen – und das alles nur mit einer Smartphone-Kamera.

10 Jahre Jubiläums-Events

Im September feiert phyphox sein zehnjähriges Jubiläum. Und das machen wir ausgiebig mit drei verschiedenen Events in Aachen für drei verschiedene User-Gruppen:

Eine öffentliche Experimentier-Show für alle, die sich für Physik interessieren, moderiert von Nicolas Wöhrl und Reinhard Remfort aus dem Podcast „Methodisch Inkorrekt“. Mehr infos

Eine internationale Konferenz (auf Englisch) zu Smartphone-Experimenten in der MINT-Bildung mit mehreren eingeladenen Vortragenden, Hands-on-Experimenten, Posterpräsentationen und natürlich Neuigkeiten vom phyphox-Team. Mehr infos

Unsere jährliche Lehrerfortbildung mit Workshops für verschiedene Erfahrungsstufen. Erste einfache Experimenten entdecken, phyphox mit dem Editor anpassen, oder DIY-Arduino-Projekte mit phyphox kombinieren. Mehr infos

RWTH Sonderlehrpreis

Wir freuen uns sehr über den Sonderlehrpreis der RWTH Aachen! Für das phyphox-Team ist diese Auszeichnung eine wunderbare Anerkennung unserer Arbeit und der vielen Jahre gemeinsamer Entwicklung hinter dem Projekt. Besonders motivierend ist es für uns zu sehen, dass innovative Lehransätze und offene digitale Werkzeuge in der akademischen Lehre so hoch geschätzt werden. Die Anerkennung durch das Rektorat für die Wirkung von phyphox bedeutet uns viel und ermutigt uns, das Projekt weiter zu verbessern und auszubauen. Weitere Details finden sich im offiziellen RWTH-Artikel: „Wie schnell beschleunigt die Achterbahn? Das Smartphone weiß es.“

Goodbye Jens

Heute verabschieden wir uns von Jens, der mehr als fünf Jahre lang unsere Öffentlichkeitsarbeit betreut hat. Auch wenn wir traurig sind, ihn gehen zu sehen, sind wir optimistisch, dass sich in Zukunft weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergeben werden.

Ihr könnt ihn weiterhin über seine phyphox-E-Mail-Adresse und natürlich über seine Social-Media-Kanäle erreichen.

Version 1.1.5: Spanisch und Türkisch

Früh heute morgen wurde Version 1.1.5 veröffentlicht, die vor allem neue Übersetzungen auf Spanisch (von Edinson Isai Carlos Abanto, Guillermo Jorge und Ruben Santiago Martinez) und Türkisch (von Fatih Can Birinci) mitbringt. Beachtet bitte, dass von der türkischen Übersetzung schon versehentlich ein paar unfertige Teile in frühere Versionen geraten sind. Zudem gibt es noch ein paar kleinere Verbesserungen und eine Liste kleiner Fehlerbehebungen.

Changelog

Änderungen für Android und iOS

  • Spanische Übersetzung.
  • Türkische Übersetzung (diese war zuvor versehentlich zum Teil schon vorhanden).
  • Spektrum-Experimente zeigen nun einen Verlauf der Spitzenfrequenz.
  • Der Zoom-Anwenden-Dialog beim Verlassen eines Graphen hat nun „Zurücksetzen“ vorausgewählt, merkt sich aber die Auswahl zum nächsten Mal.
  • Fix: Fernzugriff funktioniert nicht wenn Werte mit NaN / null dargestellt werden sollen. (Das betrifft vor allem den Frequenzverlauf und das Doppler-Effekt-Experiment.)

Änderungen für Android

  • Fix: Bluetooth-Experimente laden auf vielen Android-Geräten nicht, wenn sie bestimmte conversion-Funktionen nutzen.
  • Fix: Bluetooth input conversion „formattedString“ funktioniert nicht wenn Indizes genutzt werden und nicht explizit leere Labels definiert werden.
  • Fix: GPS-Experimente stürzen auf Geräten ab, die keinen Netzwerk-basierten Standort-Service bieten.
  • Fix: Schwarzer Hintergrund der Graphen-Werkzeugleiste auf manchen Geräten (Pixel 3).

Änderungen für iOS

  • Fix: Bluetooth-Scan-Ergebnisse reagieren nur schlecht auf Benutzereingaben.
  • Fix: Wähle Bluetooth-Schreibmodus mit/ohne Antwort abhängig von den Fähigkeiten des Bluetooth-Geräts.
  • Fix: Bluetooth input conversion „formattedString“ funktioniert nicht mit Labels (dies ist etwas anders als der ähnliche Android-Fix).
  • Fix: Absturz wenn eine leere /control oder /export Anfrage an den Fernzugriff-Webserver gesendet wird.

Dateiformat Version 1.9

  • Neues Bluetooth Atttribut „mtu“ um eine bestimmte MTU-Größe anzufordern.
  • Unterstützung für neuen Sensortyp „attitude“.