Die Zukunft von phyphox

Keine Sorge, mit diesem großen Titel möchte ich eigentlich nur erklären, dass wir am Ball bleiben und dabei ein paar Pläne sowie ein Detail ansprechen, dass verwirren könnte. Wenn du einfach nur gerne phyphox als freie App benutzt, mach dir keine Sorgen – alles ist bestens. Wenn du gerne genauer wissen möchtest, was bei uns im Moment so passiert, ließ gerne weiter…

Das Team

Ich fange gleich mit dem Punkt an, der ohne Erklärung irritierend sein könnte: Ich habe geheiratet und den Namen meiner Frau angenommen. Aus „Sebastian Kuhlen“ wurde dadurch „Sebastian Staacks“, was für mich persönlich eine große Änderung bedeutet, aber auf die Entwicklung von phyphox keinerlei Auswirkung hat.

Abgesehen davon gibt es hingegen gute Neuigkeiten, denn zum einen bekommen wir zum Ende des Jahres einen neuen Doktoranden und zum anderen dank der Unterstützung unseres IT Centers vorübergehend eine auszubildende MATSE (mathematisch-technische Softwareentwicklerin). Beide werden an bestimmten Aspekten der App arbeiten und bei der Entwicklung helfen. Es ist zudem schon längst überfällig, dass ich den „Die Macher von phyphox“-Abschnitt auf der Startseite überarbeite, um auch die Leute vom phyphox-Team aufzulisten, die schon seit Langem auf Seite der Fachdidaktik an phyphox mitarbeiten.

Übersetzungen

Zusätzlich bekommen wir noch einiges an freiwilliger Hilfe außerhalb der RWTH Aachen für Übersetzungen. Vor zwei Wochen, auf der GIREP-Konferenz in Dublin, sind gleich mehrere Interessierte auf mich zugekommen, die hier helfen möchten und ich freue mich über jeden, der sich bei mir meldet, um ebenso bei der Übersetzung zu helfen. Ein paar kleine Haken gibt es da allerdings: Zunächst einmal seid gewarnt, dass es mehr Arbeit ist, als ihr vielleicht vermuten würde und dass ihr die Sprache wirklich gut beherrschen müsst (am besten als Muttersprachler). Zudem solltet ihr Physiker sein, um auch die Fachbegriffe korrekt verwenden zu können. Dazu erwarten wir noch, dass ihr als Lehrende tätig seid (egal ob Schule oder Uni), so dass ein professionelles Interesse für uns nachvollziehbar ist. Zu guter Letzt solltet ihr außerdem bereit sein, auch bei Updates, die Übersetzung zu aktualisieren. Das wird zwar nicht zu Häufig passieren und dann jeweils einen eher kleinen Umfang haben, aber es wäre problematisch, wenn wir eine Übersetzung anbieten, die dann in der nächsten Version lückenhaft wird.

Wenn ihr das alles erfüllt und ich euch nicht abgeschreckt habe, meldet euch bitte über die E-Mail-Adresse am unteren Ende dieser Seite.

Open Source

Dies habe ich schon bei verschiedenen Gelegenheiten versprochen und es dauert wie so oft etwas länger als erwartet, aber mit der kommenden Version 1.1.0 (in ein paar Monaten) möchten wir den Quellcode offen legen. Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir nur selbst erst einmal lernen, im Team zu entwickeln, so dass wir diese Umstellung auf den nächsten großen Release oder vielleicht schon dessen Beta-Phase aufschieben.

Apropos phyphox 1.1.0…

Geplante Funktionen

Eine weitere Sache, die ich nun schon eine Weile verspreche sind verbesserte Graphen, insbesondere die Möglichkeit zu zoomen und mehrere Kurven in einem Graphen zu plotten. Diese Funktion hat auch weitaus länger gedauert als erwartet und ist noch längst nicht fertig, aber sie soll in Version 1.1.0 kommen und ich lasse bei dieser Gelegenheit ein kleines Beweis-Video hier, dass ich in der Zwischenzeit nicht untätig war:

Als weitere große Neuerungen sind Bluetooth-Unterstützung und eine bequemere Methode eigene Experimente aus dem Editor zu übertragen geplant. Da die Entwicklung hieran aber erst in Kürze startet, bin ich noch vorsichtig, hier zu viel zu versprechen – ihr werdet aber sicher davon erfahren, wenn diese Funktionen Gestalt annehmen.

2 Gedanken zu „Die Zukunft von phyphox“

  1. I’d really like to use Phyphox, but can only use self-compiled software, so could you please publish the source code a bit earlier than „maybe in a few months“? That doesn’t mean you’d have to accept pull requests right away, and therefor souldn’t affect your learning how to team.

    1. Sorry, but „learning to develop as a team“ includes structuring the code properly and cleaning it up. This project is distributed across five repositories (Android, iOS, web editor, web interface and experiments) of which the latter two are sub-repositories of the first two. Since I represent my university and since our project gets a lot of attention (and the code will mostly get attention upon release) I will not release it without proper preparation. Most of us (including me) are self-taught and the code will certainly not be a reference for best practices, but it should still be in a representable form when we announce that it has been opened up. Additionally, there are still some open questions regarding the appropriate licence, including some details like exempting our universities logo from the source release as it is under a very restrictive licence.

      So, I am afraid, you will have to wait a little longer or use the version compiled by us.

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